Trauma und Dissoziation

Eigentlich ist es kein Wunder, dass ich mich zurückziehe.

Ich träume momentan noch voll wild. Ein Zeichen, dass ich die Enthüllung meiner Schwester, sie sei vor 19 Jahren von meinem Onkel missbraucht worden ist, noch am verarbeiten bin.

Klar, so was braucht Zeit. Das vergesse ich immer wieder.

Ich plane, wieder in das Elternhaus zu ziehen. Ich habe keine Lust mehr den Gedanken, mein Vater könnte was mit mir angestellt haben, zu ertragen. er muss sich als grundlegend falsch oder als richtig herausstellen. 

Meine Schwester ist ja der Ansicht, das mein Vater und mein Onkel selber Opfer von Missbrauch sind.

Das ist die Frage: Wieso hasst mein Vater sich? Bzw. wieso hat er sich so gehasst, dass er Photos von sich herausgeschnitten hat? Die Antwort würde mein leben um einiges einfacher machen. 

Wie gerne würde ich mal wieder einfach angenehmen Sex haben. Frei von Trauma und Dissoziation. Die vergangenen Jahre waren ja geprägt davon.

Das ist ja das komische. Seit dem ich weiß, was meiner Schwester passiert ist, ist ein Friede in mein Herz eingekehrt, den ich bis dato noch nicht verspühren konnte.

Ein Trauma kann auch durch Überstimmulisierung verarbeitet werden. Und ganau da hab ich das Gefühl, es stimmt. All die Jahre musste ich wie unter Zwang Männerherzen verletzen und meines nicht zuletzt mit dazu. Und jetzt dieser Frieden.

Was hab ich im Alter von 5 Jahren mitbekommen? Und ist das der Grund warum ich keine Erinnerung mehr an diese Zeit habe? Und ist das der Grund warum ich soviele Blackouts in meinem Leben hatte? Weil der Geist dann auf die altbekannte Methode des Vergessens zurückgrief?

 

1 Kommentar 14.2.09 01:12, kommentieren

Kontaktstörung

O man, bin bald 24 und stehe mal wieder an einem Punkt in meinem Leben, an dem ich es als völlig sinnvoll ansehe mich mit Arbeit, Forschung, Hobbies zuzuballern, so dass keine Zeit mehr für das soziale Leben bleibt. Naja, ein Haufen Schulden und die Tatsache, dass ich nach einem halben Jahr bereits wieder den Plann schmiede die Stadt zu verlassen; macht die Vorgehensweise durchaus sinnvoll.

Die Unfähigkeit  ein soziales Netz aufzubauen...sie dringt immer wieder durch, sobald ich mich nicht stark darauf konzentriere, es anders zu handhaben.

Anderseits sollt ich keine trüben Gedanken schieben, wenn ich mich entschließe, dass dieses Vorhaben zur Zeit sinnvoll ist.

Es geht nur schon so unendlich lange so. Werde ich mich denn nie niederlassen? Ein festen Freundeskreis  aufbauen?

Nach 2 Jahren Forschung bin ich zu dem Schluss gekommen, dass meine Kontaktfähigkeit dem Asper Syndrom ähnelt. Dass allerdings nur eine Ähnlichkeit besteht und dass das ganze noch nicht offiziell von einem Psychologen bestätigt worden ist, macht die Sache nicht einfacher.

 

Tja, was soll ich tun? Mich weiter darum bemühen, es offiziell bestätigt zu bekommen, ye, das wäre sinnvoll.

Im Alltag sind dann wieder erstmal die Schulden und Pflichten dran.

 

Na dann mal gute Nacht.

13.2.09 17:08, kommentieren